TAG 14: DONNERSTAG, 27. FEBRUAR 2014

WETTER: regnerisch - warm



REISEROUTE: Waterberg – Okahandja - Düsternbrook / 200km, 3 Stunden

                    

ÜBERNACHTUNG: Düsternbrook Guest Farm

Die Düsternbrook Guest Farm ist das älteste Guesthouse in Namibia. Und leider sieht man das an manchen Ecken auch. Daher ist meine Meinung zweigeteilt.

Positiv: es ist eine wunderschöne Anlage. Mit einer sehr schönen Aussicht auf den Fluss. Mit schönen Wandermöglichkeiten in unmittelbarer Nähe (leider konnten wir sie nicht nutzen, da der Fluss Hochwasser hatte und wir gar nicht ans andere Ufer kamen). Die ganze Farm ist wirklich richtig schön. Abends gibt es ein Abendessen zusammen mit dem Gastgeber und dem Manager, was eine sehr nette Idee ist. Und das Essen war einfach hervorragend. Wirklich einmalig gut.

Alle Menschen dort waren sehr freundlich. Auch wenn es mir manchmal ein wenig unstrukturiert vorkam, scheint alles zu klappen.

Wir hatten ein Zimmer im afrikanischen Ziel. Ein eigenes kleines Bungalow. Das Zimmer war sehr schön großzügig. Ich würde das auf jeden Fall empfehlen, denn es verfügt über Steinboden. Die anderen Zimmer verfügen über Teppichboden.

Wlan ist kostenfrei im Bereich der Rezeption verfügbar.

Nun zu den kleinen Kritikpunkten. In unserem Badezimmer funktionierte das warme Wasser nur tröpfchenweise (obwohl extra vorher nachgefragt). Die Armaturen sind rostig. Und alles wirkt recht verstaubt. Und auch das Zimmer, das wir zuvor besichtig hatten, wirkte abgewohnt.

Kurzum. Wenn man die Zimmer einmal von Grund auf richtig renovieren, entstauben und modernisieren würde, hätte man hier in unmittelbarer Nähe von Windhoek ein richtig kleines Schmuckstück mit sehr viel Potenzial.

Und dann würde ich definitiv wieder kommen.

Düsternbrook Guest Farm

Es hatte die ganze Nacht stark geregnet – und auch am Morgen wachten wir direkt wieder mit Regen auf… Und so entschlossen wir uns ganz kurzfristig dazu, schon heute vom Waterberg aufzubrechen. Und ein Stück näher in Richtung Windhoek zu fahren. Es gab hier einfach so gar nix zu tun.

 

Ich hatte vormittags bei der Düsternbrook Guestfarm angerufen und nachdem dort ein Zimmer frei war, machten wir uns auf den Weg dorthin. Und kamen so zur Mittagszeit auf der Farm an. Zuvor galt es allerdings von der Straße aus ca. 40 Minuten lang diverse Farmtore zu öffnen und zu schließe und zwei Flussläufe zu durchqueren, bis wir endlich da waren. Aber es war wirklich eine nette Fahrt dorthin mit zahlreichen Warzenscheinen, die unseren Weg kreuzten, aber immer wieder ganz schnell vor uns davon liefen.

 

Nachdem ich vorher so viel Positives über die Farm gelesen hatte, war ich anfangs ein wenig enttäuscht. Das erste Zimmer, das uns zur Wahl gestellt wurde, war einfach grauenhaft. Das zweite Zimmer war bis auf das Badezimmer ok – also nahmen wir das.

 

Nach dem Mittagessen sah die Welt aber schon wieder ganz anders aus. Die Sonne kam heraus – und auf einmal nahmen wir den tollen Blick auf den ziemlich vollen Fluss unter uns wahr. Und auch das Schöne an der ganzen Anlage. Ich war nun richtig froh mit der Entscheidung, vom Waterberg heute hierher gefahren zu sein.

Düsternbrook Guest Farm

Am Nachmittag nahmen wir an einer Jeep-Tour zur Fütterung der auf der Farm ansässigen Geparde und Leoparden teil. Das war wirklich faszinierend – und auch ganz schön beängstigend. Die Geparde waren ganz schön nervös und sprangen sogar den Jeep der Guides mit dem Futter an. Da hatte ich deutlich weniger Zutrauen als mit Cara in Solitaire…

 

Nach der Fütterung der Geparde ging es weiter zum Leoparden – der noch weniger vertrauenserweckend war. Aber sehr faszinierend, wie leichtfertig er auf den Baum kletterte und wie er nach seiner Beute sprang. So ganz als würde ein Mensch etwas auffangen.

 

Wir hatten Glück, dass wir eine wirklich nette Familie aus Stuttgart bei uns mit an Bord hatten und so wurde es eine vergnügliche Tour.

 

Im Anschluss wollten wir eigentlich eine kleine Wanderung machen – mussten aber recht bald feststellen, dass wir den Fluss nicht überqueren konnten. Die Strömung war aufgrund des starken Regens in den letzten Tagen zu stark. Und so liefen wir einfach ein Stück den Fluss entlang.

 

Das wirklich leckere Abendessen nahmen wir auch hier zusammen mit dem Gastgeber ein. Und auch die nette Familie aus Stuttgart war dabei – und somit wurde der Abend sehr unterhaltsam. Und auch sehr interessant, da sich hier einmal die Gelegenheit bot, mit dem Gastgeber einmal über die immer noch starke ökonomische Trennung zwischen Weiß und Schwarz in Namibia zu diskutieren – und einen Einblick in die namibische Denkweise zu bekommen.