TAG 9: SAMSTAG, 22. FEBRUAR 2014

WETTER: sonnig – sehr heiß

                    

ÜBERNACHTUNG: Grootberg Lodge - Campsite

Das Rhino!

Heute sollte es also zum Rhino-Tracking gehen. Daher hieß es schon um 05.00 Uhr aufstehen… Um 05.30 Uhr hatte Ruben schon ein komplettes Frühstück am Lagerfeuer für uns gezaubert – mit frischen Rühreiern und Speck. Auch wenn es noch so früh war.

 

Um 06.00 Uhr ging es dann los. Gerson wurde von 2 Trackern begleitet, die die Spuren der Rhinos verfolgen sollten. Und außer uns waren noch 4 weitere Gäste an Bord des Safari-Jeeps. So früh am Morgen war es noch ganz schön frisch und dunkel. Und die Fahrt im Jeep war ganz schön holprig. Wir fuhren etwa eine Stunde, bis die Tracker die erste Fährte aufnahmen – aber feststellen mussten, dass die Spuren vom Vortag waren. Also ging es erst einmal weiter ins Tal hinein. Hier gab es so viele gelbe Blumenwiesen, dass man eher den Eindruck einer blühenden Alpenlandschaft hatte – so viele Blumen hätte ich im eigentlich so kargen Namibia gar nicht erwartet.

 

Als die Tracker die nächste Spur aufnahmen, fuhren wir auf einen Hügel und beobachteten hier fast eine halbe Stunde ihre Fährtensuche entlang des Flussbetts. Als sie aber auch hier nicht fündig wurden, ging es wieder mit dem Jeep weiter. Und so ging es immer weiter während der nächsten beiden Stunden. Und es wurde immer heißer. Die beiden Kerle taten einem wirklich leid. In dieser Hitze herumzulaufen, um für ein paar Touris die Spuren von Rhinos zu finden…

 

Gegen Mittag wurden die Tracker dann endlich fündig. Mit dem Jeep mussten wir noch einmal den Berg umfahren – und dann sahen auch wir das Rhinozeros. Allerdings in einiger Entfernung. Es galt nun also, sich möglichst leise und möglichst in geschlossener Gruppe, dem Rhino anzunähern. Das mit der geschlossenen Gruppe scheint bei Manu allerding nicht so ganz angekommen zu sein. Ungeachtet der Gefahr durch Löwen und anderes Getier blieb er unterwegs zum Pinkeln stehen….

 

Letztendlich kamen wir dann doch bis auf 20m auf das Rhino dran. Das auch gleich auf uns aufmerksam wurde – und so die Guides veranlasste, uns alle hinter einem Busch zu gruppieren. Von dort aus konnten wir das Rhino kurz beobachten und fotografieren, bevor die Guides es verjagten.

Sunset

Auf unserem Weg zurück zu unserem Weg sahen wir es noch einmal – direkt an unserem Fahrzeug vorbeilaufend. Und auch im Verlauf der Rückfahrt tauchte es immer wieder zwischen den Büschen auf.

 

Für das Mittagessen hatte die Lodge Lunch-Pakete vorbereitet, die wir nun alle hungrig im Schatten eines Baumes verputzten.

 

Im Anschluss ging es auf direktem Weg hoch zur Lodge – was aber immer noch mehr als 1 Stunde auf Holperwegen bedeutete. In der Lodge erhielten wir ein Tageszimmer, wo wir uns in Ruhe duschen und aufhalten konnten. Solange bis wir wieder – erneut über Holperpiste – zurück zu unserem Camp fuhren.

 

Hier luden wir nur kurz das Abendessen ab und fuhren dann die Steinpiste wieder zurück in Richtung Straße. Ich wollte so gerne den Sonnenuntergang an diesen wahnsinnigen Tafelbergen sehen. Und der Ausblick hat sich wirklich gelohnt.

 

Zurück im Camp – wieder über die Steinpiste – waren wir beim Abendessen alle vier ganz schön müde. Und so gingen wir alle ziemlich schnell in unsere Zelte zum Schlafen.

 

Dicht neben unserem Zelt hörten wir auf einmal ein Kudu vorbeilaufen – und in der Nacht bekamen wir wohl wie schon am Vorabend Besuch von einer Hyäne.